Björn in Kanada

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Saturday, October 01, 2005
Was war sonst so an dem Tag los:

L'Shanah Tovah - Frohes Neues Jahr!

Gestern abend war ich zu etwas ganz besonderem eingeladen - Rosch ha-Schanah. Am 4.Oktober beginnt nämlich nach dem hebräischen Kalender das Jahr 5766. Das wird mit einem großen Dinner gefeiert. Da das eigentliche Rosch ha-Schanah mitten in die Woche fällt und Hila dazu bereits woanders eingeladen war, wurde das schließlich auf Freitag Abend gelegt, dem Beginn des Shabbat. Der Schabbat ist der siebente Wochentag, der von Gott geheiligt ist. Ich freute mich also schon darauf eine paar neue Einblicke in eine weitere Kultur zubekommen. Hila ist eines der Mädchen mit denen ich zusammen in Algonquin Park war und mitdenen ich auch meinen Geburtstag verbracht habe.

Jeder bekam einen kleinen Auftrag, was er mitbringen sollte. Wie der Zufall es wollte, bekam ich den Auftrag ein paar Bier zu besorgen. Das klingt einfacher als es ist, den Alkohol bekommt man hier nich an jeder Ecke zu kaufen. Als ich letztens Bier und Wein im Supermarkt sah war erst erstaunt, musste bei näheren Hinsehen aber feststellen, dass es sich um alkoholfreies Bier und dealkoholisiertem Wein handelte. Keine Ahnung wie sich ein solcher Wein von Traubensaft unterscheidet, aber gekauft habe ich ihn nicht. Bier bekommt man nur bei speziellen Beer Stores. Die führt bei den biertrinkenden Deutschen die ich hier kenne schon dazu, dass sie bei jedem Beer Store den Drang fühlen unbedingt ein paar Flaschen zu kaufen. Schließlich weiß man nie wann man am nächsten vorbei kommt. Ich war bis jetzt ganz gut ohne ausgekommen, wollte mich aber auch nicht vor meiner Aufgabe drücken. Also machte ich mich am Nachmittag mit meinem Rad auf den Weg um den nächsten Beer Store zu finden ... ist gar nicht so weit weg. Doch dort angekommen steht man dann vor einer großen Wand mit Etiketten und Preisen des Angebotes, von der man sich seine Wunschsorte aussucht und nach Bestellung, ID-Nachweis und Bezahl bekommt man dann aus dem Lager das entsprechende Six-Pack. Nach längerem Betrachten der Wand entschied ich mich schliesslich für Moosehead Lager und Warsteiner und lag damit wohl auch ganz gut. Den Gästen hat es jedenfalls geschmeckt. Doch halt ich schweife ab...

Hila hatte sich über ein paar Israelische Verbindungen in einer Arpartmentwohnung eingemietet, des eigentliche Besitzerin gerade in Indien unterwegs ist. Nicht gerade groß, aber die elf Gäste passten noch gut hinein. Es kam eine bunte Mischung. Kate und Dermont waren vom ISC, aber die meisten kannte ich nicht, da sich kanadische Kommilitonen von Hila waren.. Ein weiterer Eingeladener von Algonquin Park Tour konnte nicht kommen.

Schließlich wurden die Shabbat-Kerzen angezündet, der Wein und das Brot gesegnet und das Essen begann. Eigentlich ich hätten wir alle an einem großen langen Tisch sitzen sollen, darauf musste aber aus Platzmangel verzichtet werden. Rosch ha-Schanah ist voll von symbolischen Akten und Speisen, so wird zum Beispiel am Anfang Apfel mit Honig gereicht, um ein "süßes neues Jahr" zu symbolisieren. Hila und drei weitere jüdische Gäste gaben sich viel Mühe uns alles zu erklären und der Abend mündete schließlich in einem interessanten Erfahrungsaustausch der Bräuche, Traditionen und Religionen. Es war ein wunderbarer Abend und nächsten Freitag... hab ich mir schon ein Platz beim traditionellen Thanksgiving Dinner im ISC gesichert.

weitere Fotos findet ihr hier

1 Kommentare:

  • Schön, schön. Da passt man auf den Herrn nicht mehr auf, und was macht der - treibt sich in Bierverköstigungs- und verkaufseinrichtungen herum. So hamm' wa dit jern, nich wa?
    Mach nur weiter so! Vergiss mir aber nich die Kommata trotz english straitness in this case.

    Yours faithfully

    By clemi, at 4/10/05 17:22  

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