Björn in Kanada

Zurück zur Übersichtsseite...

If you don't speak German or if you want to have some fun:
Machine Translation to English | Français

Saturday, January 21, 2006
Was war sonst so an dem Tag los:

Keyer für einen Wearable Computer

Das Semester geht los und die erste einfache Aufgabe für Steve Mann's Personal Cybernetics Kurs war es ein High-Bandwidth Human-Computer Interface welches bequem benutzt werden kann, während man die Strasse entlang läuft oder sich sonst irgend wie im Alltag bewegt. Mit Sensoren für Gehirnwellen, welche bequem im Halteband einer Brille untergebracht werden können, hat Mann schon experimentiert, aber als High-Bandwidth-Eingabegerät ist das (noch) nicht geeignet. Stattdessen baute ich einen einfachen Einhand-Akkord-Keyer.Mit je drei Tasten für Zeige-, Mittel-, Ring- und kleinen Finger sowie drei Modifikatortasten für den Daumen auf der Oberseite, sollte er eine guten Mittelweg zwischen der Anzahl der Tasten und der Ausdrucksweise geben. Eine serieller Anschluss aller Schalter ermöglicht außerdem das Drücken beliebig vieler Tasten gleichzeitig, so dass Akkorden weitere Bedeutungen zugeordnet werden konnten. Und so machte ich auf die Suche nach ensprechenden Bauteilen. Gar nicht so einfach in einer mir doch noch relativ unbekannten Stadt die entsprechenden Läden zu finden. Nach ein paar Tipps von Kommilitonen hatte ich schließlich alle Teile zusammen. Schließlich war das ganze dann eine gute Löt-Übung. Fünfzehn Schalter mussten erstmal verlötet werden. Nachdem ich alles das erste mal fertig gelötet hatte und testen wollte musste ich feststellen, dass die vier Beinchen der Schalter genau anderes herum funktierten als ich gedacht hatte. Ich hatte also alle Schalter überbrückt und konnte noch mal von vorn anfangen. Tja, nur so lernt man wohl, dass man seine Vermutungen auch überprüfen sollte. Ich hatte halt bloß beim einsetzen der Schalter kein Messgerät zur Hand. Ein paar Stunden später funktionierte es schließlich wie erwartet und ein Druckerkabel, welches ich mit Bananensteckern bestückt habe, stellte die Verbindungen zur Bluebox, einem von Mann entworfenden Wearable Computer her. Mit dem Design gewinne ich sicher keinen Preis, das verwendete Tape läßt es irgendwie militärisch aussehen, aber es ist funktional und leicht.

Freitag war dann große Evalutaion im Lab. Alle brachten ihre Keyer mit. Diese wurden an die Bluebox angeschlossen getestet und gegenseitig bewertet. War echt spanndend und unterhaltsam und jeder nahm ein paar Tips und Hinweise mit, was er noch verbessern könnte. Falls ihr mal sehen wollt, was sich die anderen so ausgedacht haben, es gibt eine Webseite mit den Ergebnissen und Fotos von allen Keyern. Auch ich hab ein paar Fotos gemacht. Das nächste Lab steht schon an und ich werde wohl versuchen, eine Bluebox in meinen Keyer einzubauen. Da ich eine einfache Batteriebox verwendet habe, ist diese innen hohl und bietet genügend Raum für allerlei Erweiterungen. Ich halte Euch über die weitere Entwicklung auf dem laufenden. Inzwischen bin ich schon gespannt auf Eure Kommentare!

2 Kommentare:

  • Hm, schade dass es bei uns ander HU sowas spannendes nicht im Angebot gibt. Dieser Steve Mann scheint ja wirklich ein abgefahrener Typ zu sein ;)

    Wieviele Anschläge schafft man mit so einem "High-Bandwidth-Eingabegerät" (was ist dann erst Low-Bandwith? ein Morsetaster?).

    Auf welchem Mikrocontroller basiert diese "Bluebox"? Atmel AVR?

    Damit Basteln war für mich ziemlich spannend, auch weil man ihn mit gcc in C programmieren kann und sich nich übermässig mit dem Assembler rumschlagen muss ;)

    By michael, at 31/1/06 17:54  

  • Jo abgefahren ist es schon, aber es macht Spaß.

    Mittels Eyetap (Projektion auf die Netzhaut) hat man schon ein ein High-Bandwith-Ausgabegerät gefunden, welches nur noch durch die Verarbeitsgeschwindigkeit im menschlichen Gehirn beschränkt ist. Nun ist man halt auf der Suche nach einem möglichst Guten Eingabegeräte. Mit einem Morsetaster fing alles an... über einen 5er Taster mit Akkorden ging es weiter und mit so einem 12er-Taster kommt man wohl schon gut auf 50-60 Worte/min. Auf Grund der großen Zahl von möglichen Akkorden, kann man jedem Wort/jeder Silbe/jdem Buchstaben mehrere verschiedene Akkorde zuorden und so mit steigender Lernkurve immer schneller tippen. Analoge Schalten können zusätzlich verschieden starken Druck verschiedene Bedeutungen zu ordnen (z.Bsp. Großbuchstaben)

    Nächste Stufe sind dann Fluid-Keyer. Daran arbeitet er gerade. Kleine Düsen sprühen Luft oder Wasser. Mit dem Finger kann man dieses dann in verschiedenen Höhen stoppen und dem unterschiedlichen Druck entsprechen wieder verschiedene Bedeutungen. Außerdem ermöglich ein solches Interface auch gleich taktiles Feedback, da die Düsen entsprechend stärker oder schwächer angesteuert werden können.

    Hier findest Du zwei Papers dazu:
    ACMMM2005funtain.pdf und Hydraulophone.pdf.

    Und jetzt bastel ich gerade mit zwei Amtel ATMEGA48, schließlcih soll bis Freitag eine Bluebox in meinen Keyer... aber dazu dann mehr.

    By Bjoern in Kanada, at 1/2/06 14:22  

Kommentar zum Beitrag hinzufuegen...

<< Home