Björn in Kanada

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Tuesday, January 10, 2006
Was war sonst so an dem Tag los:

New York Bericht

Ich bin wieder gut und sicher aus New York zurückgekommen. Hier nun endlich mein Bericht. Toronto ist nur ein paar hundert Kilometer entfernt, warum also nicht die Gelegenheit nutzen um mal in N.Y. vorbei zu schauen. Trotzallem hab ich mich für einen Flug entschieden (war nicht so viel teuerer und ich hatte zwei Tage mehr um die Metropole zu erkunden). Fast hätte ich jedoch meinen Flug verpasst. Ich hatte übers Web bereits eingecheckt, d.h. ich hatte meinen Boarding Pass bereits in der Hand. 30min vor dem Start um 7:20 sollte ich am Flughafen sein. Das Problem ist jedoch das es hier in Toronto keine bequeme Möglichkeit gibt herauszubekommen, wie lange man von A nach B mit den Öffentlichen braucht. Es gibt nur Fahrpläne die einem sagen, wann der Bus wo los fährt. Nagut irgendwie hatte ich herausgefunden, das ich der Bus 20-30min. braucht, ich also den um 6Uhr spätestens um 6:20Uhr an der entsprechenden Subway Station sein musste. Als ich jedoch (ausreichend pünktlich) an meiner Subway Station ankam, musste ich feststellen, das der erste Zug erst um 6Uhr fährt und der letzte Nachtbus schon um 5Uhr gefahren war. Ich also mitten in ein Loch gefallen war. Naja wenn die erste Subway pünktlich gekommen wäre hätte ich den 6:20Uhr Bus ja noch bekommen, kam sie aber nicht. Nach kurzer Überlegung hab ich dann ein Taxi statt dem Bus genommen und die Entscheidung war goldrichtig, denn anstatt einfach nur durch die Sicherheitskontrolle zu gehen und das Flugzeug zu besteigen, musste ich erst noch in die USA einreisen. Irgendwer hatte sich überlegt, das es für die Reisenden doch viel praktischer wäre schon auf dem Flughafen in Toronto die Grenzformalitäten zu erledigen. Und so dürfte ich zwei Formulare ausfüllen mich an eine lange Schlange anstellen, Fingerabdrücke und Foto abgeben und erreichte schließlich als einer der letzten mein Flugzeug. Gut das es keine weiteren Probleme gab, die mich aufgehalten haben und gut das ich nicht noch auf den nächsten Bus gewartet habe. Nach einem kurzen Flug war ich schließlich noch vor 9Uhr in New York.

Den Rest des Tages bin ich dann nur noch gelaufen, hab diese riesige Stadt auf mich wirken lassen und das New York Feeling in mich aufgesogen. Vorallem Lower Manhatten, also der südlichste Zipfel der Stadt, war mein erster Anlaufpunkt. Hier ist die City Hall, die Brooklyn Bridge, die Wall Street und Ground Zero, also das Areal des ehemaligen World Trade Centers. Es ist immer noch ein riesiges Loch mit allerlei Gedenkstätten drumherum. Es braucht schon eine Menge sich vor zustellen, wie es hier früher einmal aus sah und ich beschon gespannt, wie der neue Freedom Tower wird. 911 begegnet einem immer wieder überall in der Stadt und man merkt wie stark es die Stadt getroffen hat. Beeindruckt hat mich jedoch die St. Pauls Kappelle, die nicht nur das große Feuer von 1776 überlebt hat, sondern auch 911 dank ein großer Bäume, die ihr Leben zum Schutz der Kappelle eingesetzt hatten. Denn direkt hinter dem Friedhof beginnt Ground Zero. Nach Besuch eines kleinen Budda-Tempels und einem Museum zur Kunst der Indianer hab ich mich schließlich um 19Uhr dem aufkommenden Regen geschlagen gegeben und müde mich zurück zu meinem Hostel aufgemacht.

Eigentlich wollte ich zwischen Weihnachten und Neujahr kommen, doch da war es so gut wie unmöglich ein Quartier zu bekommmen und jetzt in der ersten Januerwoche hatte ich dafür genügend Auswahl. Ich hab mich schließlich für das Cheseal Center Hostel entschieden. Dieses von Heidi und Hanna zwei ehemaligen Deutschen betriebene kleine Hostel, war klein und gemütlich und hatte mit 33$ für eine Nacht im Schlafsaal mit Frühstücken einen günstigen Preis für New York. Es war so richtig zum wohlfühlen und ich genoss den Abend mit Leuten aus aller Welt.

Der Regen hörte nicht auf und so nutzte ich den nächsten Tag erst einmal zum Museumsbesuch. Das American Museum of Natural History, bot nicht nur allerlei Dioramas mit Tieren aus aller Welt und eine Fossilienaustellung zur Entwicklung von den Dinosaurieren bis zu den Säugetieren, sondern auch zur Geschichte und Geologie unseres Planeten und des Universums. Ich hätte den ganzen Tag, vlt. sogar die ganze Woche dort verbringen können, doch ich wollte ja noch mehr von New York sehen.

Und so machte ich mich nach Midtown auf. Dort finden sich neben Lower Manhatten die meistens Wolkenkratzer, obwohl eigentlich ist man fast überall von Hochhäusern umringt. Gleich neben der St. Patricks Cathedral befindet sich das Rockefeller Center mit dem Weltweit berühmten Weihnachtsbaum. Im Regen leider etwas trostlos, doch noch besser waren die Betreiber der Schlittschuhbahn davor, denn diese machten sich sogleich nachdem der Regen etwas nachgelassen hatten mit ihrer Eismaschine daran die riesige Pfütze die sich gebildet hatte herunter zu schieben. Ich weiß nicht wie lange sie es propiert haben, aber als ich nach einer Stunde das Gelände verließ, waren sie immernoch dabei und bald fing es auch wieder an zu regnen.

Ich machte kurzen Abstecher zur New York Public Libary, wo es eigentlich kostenloses Internet geben sollte. Auf Grund von Computerproblemen wurde daraus jedoch nicht, aber so entdeckte ich wenigsten dieses schöne Gebäude und die kostenloses Austellung der ältesten Bücher der Bibliothek. Den Abend verbrachte ich schließlich auf dem Times Square. Also das muss man wirklich gesehen haben. Allerlei Leuchtwerbung ist man ja inzwischen gewöhnt, aber dort ist man wirklich umringt, bis in die Nebenstraßen hinein. Dazwischen allerlei Broadway-Musical-Theater und andere Geschäfte. Es war schon kurz vor Mitternacht als ich mich schließlich nach allerlei shoppen und umherstreifen in die Subway setzte.

Nun muss man wissen, das die NY-Subway auf Geschindigkeit gebaut wurde. Man sollte innerhalb von 15min von Lower Manhatten nach Harlem kommen, schon damals eine Unmöglichkeit mit jedem oberirdischen Verkehrsmittel der überfüllten Stadt. Dazu haben die meisten Tunnel 4 Gleise und neben den Lokalen Linien gibt es oft noch eine Express-Linie die auf den inneren Gleisen fährt und nur an den großen Stationen hält. In so einer Expresslinie machte ich mich auf den Weg, etwas Müde verpasste ich jedoch den Ausstiegen (waren nur 2 Stationen) und auch an der nächsten Station bemerkte ich erst zu spät das ich schon viel zu weit war und an allen weiteren Stationen hielt der Zug nicht mehr an. Damit fand ich mich schließlich auf der Manhattenbridge über dem East River auf dem Weg nach Brooklyn wieder. Doch die Ansicht von dort gefiel mir so gut, dass ich mich entschloss zurück über die Brücke zu laufen. War um die Zeit bestimmt nicht ganz ungefährlich, wo hin soll man auf einer Brücke fliehen? Aber außer einem vereinzelten Betrunkenden bin ich keinem begegnet und habe ein paar schöne Fotos von der parrallel laufenden Brooklyn Brdige und Lower Manhatten gemacht. Als ich schließlich im Hostel ankam war es schon nach 2Uhr.

Am nächsten morgen strahlte die Sonne und blauer Himmel auf New York. Ich besuchte Grand Central Terminal, mit 44 Bahnsteigen der größte Bahnhof der Welt. Heutzutage wird er nur noch von Pendlerzügen benutzt, aber die riesige Haupthalle muss wohl jeder New York besucher gesehen haben. So ein schönes Lichtspiel wie auf dem Bild konnte ich alerdings nicht beobachten.

Anschliessend besuchte ich die Interpred, einem ehemaliger Flugzeugträger der jetzt als ein Museum für Luft- und Raumfahrt genutzt wird. Die Hafenanlagen von New York, einst der größte Hafen des Kontinents und wohl der Hauptgrund für das unglaublich Wachstum der Stadt, sind überings fast komplett abgebaut und alle Waren kommen über die wenigen Brücken und Tunnel auf LKWs nach Manhatten. Der Hochseehafen ist auf die andere Seite des Hudsen Rivers nach New Jersy umgezogen. Auf dem Träger konnte man allerlei Flugzeuge und Raumfähren besichtigen. Unter anderem haben sie dort eine der letzten Concords. Ist schon ganz schön eng so eine Concord.

Den Sonnenuntergang wollte ich schließlich von Dach des Empire States Buildings beobachten, denn morgen sollte das Wetter wieder schlechter werden. Tja, ich hatte zwar schon ein Ticket, aber das anstehen vor den Sicherheitskontrollen und den Fahrstühlen blieb mir nicht erspart und so brauchte ich über eine Stunde bis ich auf dem Aussichtsdeck war, die Sonne war schon lange weg und war dunkel. Die Sicht war trotzdem einmalig und trotz des kalten Windes genoss ich es.

Auf meine Rückweg spazierte ich durch einen kleinen Park, als ich plötzlich eine Ratte über den Weg rennen sah. Die erste Ratte hatte mich schon am ersten Tag begrüßt und bei all den Müllsäcken, die hier ständig überall rumliegen, bis die Müllleute sie einsammeln, ist es eigentlich auch kein Wunder. Doch hier fand ich immer mehr. Ich wollte eigentlich nur kurz ein Foto schießen, doch Stück für Stück bemerkte ich, des es hier nur so von Ratten wimmelten. Eine fand eine alten Bagel und schon bald einbrannte ein heißer Streit, wem dieser nun gehört. Etwas später wurde mir klar warum die Ratten diesen Park so liebten. Ein Mann kam mit einer Tüte alten Bagels (Reste von Star Bucks?) und verteilte sie im Park. Also die New Yorker sind echt verrückt, die füttern sogar ihre Ratten.

Überraschenderweise hielt sich das schöne Wetter auch noch am nächsten Tag und so entschloss ich mich, nach dem ich vor einem verschlossenem Guggenheim Museum stand, ein wenig durch den Central Park zu spazieren. Es gibt bestimmt bessere Jahreszeiten um durch diesen 4km langen zu erkunden. Im Sommer finden hier allerlei Konzert und Sportveransaltungen statt und für echten Winter fehlte der Schnee. Doch der Park bieten immer eine gute Möglichkeit um ein wenig vom Verkehr und der Hektig auszuspannen. Ein ausgeklügeltes System von Brücken und Wegen stellt dabei sicher, das sich Autos und Fußgänger so wenig wie möglich begegnen, was sonst in N.Y. wohl unmöglich ist. Anschließend macht ich mich auf den Weg zum MoMA (Museum of Moden Art). Viele der Bilder kannte ich zwar schon aus der Gastaustellung in Berlin, doch die 2004 neu eröffnete Sammlung bietet noch allerlei mehr und insbesondere die Media Austellung begeisterte mich.

Zum Abschluß dieses sonnigen Tages (und meines Besuches, schließlich ging am nächsten Tag schon wieder mein Flug) machte ich noch eine Rundfahrt mit einem Schiff um die Skyline mal vom Wasser zu sehen. Die Zeit war perfekt und wie hatten einen tollen Sonnenuntergang. Man kann Manhatten, den Big Apple des Jazz, nicht verlassen ohne in einem Jazz Club gewesen zu sein und so verbrauchte ich mit ein paar anderen den Abend in einer der vielen Jazz Bars der Stadt.

Mein Rückflug ging erst um 19:20Uhr und so hatte ich auch mir großzügiger Reserve noch eine Menge Zeit am letzten Tag. Ich entschloss mich Manhatten zu verlassen und einen weiteren der 5 Stadtteile von New York zu besichtigen Brookyln. Es gibt keinen besseren Weg sich Brooklyn zu nähern, als die Brooklyn Bridge. Diese über 1km lange 1883 (also noch vor dem Auto) erbaute Brücke ist die älteste Hängebrücke aus Stahl. Und ein echt beeidruckendes Bauwerk. Die Pylonen mit ihren Stahlenseilen geben einem den Eindruck man wäre in einer Kathedrale der Ingenieurskunst. In Brooklyn hab ich noch ein Subway Museum besucht und war anschließend ein wenig shoppen. Zu dieser Jahreszeit und auf Grund der Rabatte eine der Lieblingsbeschäftigungen der New Yorker und ihrer Besucher. Schließlich machte ich mich zurück zum Airport, checked mich mit Fingerabdrücken und Foto aus den USA aus und war um 22Uhr wieder in meinem kleinen Appartment in Toronto.

New York war schon echt beeindruckend. Alles ist einfach eine Dimension größer. Allein Manhatten ist mit über 21km Länge und 3km Breite viel zu groß um es in ein paar Tagen abzulaufen. Dazu die riesigen Wolkenkratzer überall in den verschiedensten architektonischen Stilen. Allerdings hat es auch viele Problem der Müll und die Ratten ist nur das eine auch die Armut läuft einem immer wieder über den Weg. In Toronto fühle ich mich doch wesentlich wohler. Die Lebensqualität hier ist doch irgendwie besser.

Ich hab doch tatsache über tausend Fotos gemacht, so dass sogar meine 1GB Speicherkarte am Ende voll war. Gut da waren eine Menge dreifacher und vierfacher Fotos vom gleichen Motiv in verschiedenen Einstellungen dabei und so konnte ich ein paar Fehlversuche noch unterwegs löschen und so Platz für noch mehr Bilder schaffen. Am Ende sind jetzt 143 Fotos in der Gallery gelandet... Sorry, ich hoffe das ist jetzt nicht zu viel, aber es war ja auch eine ganze Woche ständig neuer Eindrücke. Auch ein paar Panoramas sind dabei, also schaut mal rein und kommentiert und bewertet!

1 Kommentare:

  • mensch bjoern, endlich :-)
    bin regelmäßig auf deiner seite da deine kamera ja wirklich ALLES einfängt... super, da kann ich meine leute at home immer an dich verweisen, wenn ich mal wieder ein paar wochen zu faul war bilder vom aktuellen geschehen "in toronto und umgebung" zu machen.
    liebe grüße - julchen

    By julchen, at 11/1/06 14:20  

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