Björn in Kanada

Zurück zur Übersichtsseite...

Zurück zur Übersichtsseite...

If you don't speak German or if you want to have some fun:
Machine Translation to English | Français

Thursday, December 29, 2005
Was war sonst so an dem Tag los:

Boxing Week

Der 26. Dezember wird hier als Boxing Day bezeichnet, genauso wie in England, Australien und Neuseeland. Eigentlich ist das Ganze nix Besonderes. An Heiligabend (Christmas Eve) passiert eher wenig bis gar nichts, der 25.12. (Christmas Day) ist der Geschenketag und danach ist eben Boxing Day. Traditionell ist dies eigentlich der Tag an dem man den Armen und Bedürftigen gibt, doch andererseits haben fast alle Geschäfte geöffnet und wollen ihre Weihnachtslager leeren.Doch ein Tag reicht dafür gewöhnlich nicht und so wird das ganze die gesamte Woche zwischen Weihnachten und Neujahr ausgedehnt. Die Geschäfte überschlagen sich mit ihren Rabatten und alles ist mindestens so schlimm wie zum Winterschlussverkaufen. In jedem Geschäft hängen riesigen Werbetafel die den Kunden überzeugen wollen, zu welchem Bruchteil des Preises er nun an seine Waren kommt. 60%, 70% bis zu 80% sind keine Seltenheit. Naja ich hab mich nach meiner Rückkehr aus der Cabin einfach mal in das Getümmel gestürzt. Vor Weihnachten war ich nicht dazu gekommen und wenigstens ansehen wollte ich es mir.

Auch die Straßen sind noch leuchtend geschmückt und im Regen glitzert alles gleich doppelt so stark, da es sich auf dem Boden spiegel. Ja, statt Schnee gibt es hier momentan Regen, aber es soll schon bald wieder kälter werden.

Mehr Fotos gibts wieder in der Gallery.

Weiter lesen...

Zurück zur Übersichtsseite...

If you don't speak German or if you want to have some fun:
Machine Translation to English | Français

Tuesday, December 27, 2005
Was war sonst so an dem Tag los:

My Christmas Weekend

Also alleine in der Großstadt wollte ich bestimmt nicht verbringen. Zumal der Schnee inzwischen größtenteils geschmolzen war und nur noch in dreckigen Resten vorhanden war. Ich entschloss mich in der UTOC Cabin das Weihnachtswochenende verbringen.Nach 88 eMails zu Vorbereitung trafen wir uns schließlich am 24.12. um aufzubrechen. Das Einkaufen der Lebensmittel und das Besorgen von Alkohol für 8 Personen dauerte länger als gedacht und so waren wir erst Mittags auf dem Highway Richtung Cabin.

An der Cabin angekommen sahen die Schneeverhältnisse schon ganz anders aus. Und es kostete einige Mühe die Autos durch das Tor zu schieben und den Weg hinauf zur Hütte zu steigen. Das Wetter am nächsten Tag war leider nicht das beste. Es war knapp über 0°C und es nieselte den ganzen Tag. Ein Teil von uns entschied sich nach Blue Mountain, einem Skigebiet in der Nähe, zu fahren. Ich dagegen entschloß mich mit Alex und seiner Freundin Verena zu einer kleinen Langlauftour. Die Schneeverhältnisse waren trotz des Regens gut und nur hier und da schauten ein paar Felsen hindurch.

Als wir abends wieder in der Hütte zurückkamen, bereiteten wir uns ein schönes Weihnachtsessen mit Keksen, Stollen und Fruchtkuchen und es wurde in gemütlicher Nachmittag. Abends schließlich gab es gute Nachrichten. Es war kälter geworden und aus Regen war Schnee geworden und am nächsten Morgen war alles weiß.

Auf Grund der Feuchtigkeit blieb der Schnee an allen Ästen haften und die kleinen Bäume bogen sich unter der Last. Auf einen Winterwanderung durch den weißen Wald und entlang der Klippe genoß die ganze Gruppe diese wunderbare Landschaft. Die meisten von uns entschlossen sich noch einen Tag länger zu bleiben und so gruben wir nur ein Auto aus dem Schnee.

Ich brach nochmal zu einer kleinen Skitour auf. Diesmal war der Schnee wirklich perfekt und es war schon ein tolles Gefühl als erster durch den frischen Schnee trail-breaking zu betreiben, also die Loipe zu ziehen. Alles war verschneit und selbst die Wegweiser und Markierungen musste man erst suchen. Winter pur halt.

Als ich jedoch, gerade noch im Hellen, zurückkam waren die Abreiser, immernoch da. Sie hatten 100m nachdem sie aufgebrochen waren auf der Rückbank ein Handy entdeckt und wollten im Rückwärtsgang zurück kommen. Schlechte Idee auf glatter Straße mit Vorderradantrieb wenig später fanden sie sich im Straßngraben wieder. Leider fand sich knapp neben der Straße nur weicher Schnee und Modder so das alle Versuche mir Brettern dem rechten Rad wieder Grip zugeben scheiterten. Im Gegenteil das Auto sank immer tiefer ein und war auch mit vereinter Kraft nicht mehr zubewegen. Als als wir im nahegelegenden Sägewerk um Hilfe baten und deren Truck von vorne Zog und wir von hinten schoben, bekamen wir das Auto wieder frei. Damit hatten wir uns erstmal eine Runde Glühwein verdient, bevor die anderen dann ein zweites mal aufbrachen.

Auch wir machten abends noch einen Ausflug nach Blue Mountain um dort in einer Bar einen Drink zu genießen, denn der Alkohol war natürlich das einzige was von unseren Einkäufen schon alle war. Blue Mountain ist nicht gerade ein hoher Berg, aber durch 12 Lifte nebeneinander doch ein ziemlich großes Skigebiet. Fast alle Pisten sind auch fürs Nachskifahren beleuchtet und so wird dort bis 22Uhr noch Ski gefahren. Ansonsten ist es halt ein typischer Touristenort voll mit Hotels, Restaurants und Geschäften. Da war es in unserer Hütte doch wesentlich ruhiger.

Am Dienstag kam dann zum perfekten Schnee auch noch fast die Sonne raus, so daß es nicht mehr so diesig war. Diesmal machte ich mich zusammen mit Greg auf den Weg, ein Russland-Stämmiger, der in den beiden Tagen zwei Solo-Touren fast das ganze Kolapore-Trail-System abgefahren hatte. Es hat mir noch ein paar hübsche Ecken gezeigt und die Landschaft war wirklich wunderschön.

Danach brachten wir die Cabin wieder auf Vordermann und machten uns auf den Rückweg. In Toronto mussten wir feststellen, dass der Schnee leider nicht bis hierher gereicht hatte. Der Regen hatte den Großteil der Schneereste weggespült. Es war also definitiv die richtige Entscheidung die Stadt zu verlasssen.

Wie habt ihr denn so Weihnachten verbracht? Berichtet doch mal!

Weitere Fotos gibt es wie immer in der Gallery dort könnt ihr jetzt auch fleißig Kommentare abgeben und bewerten.

Weiter lesen...

Zurück zur Übersichtsseite...

If you don't speak German or if you want to have some fun:
Machine Translation to English | Français

Saturday, December 24, 2005
Was war sonst so an dem Tag los:

Weihnachtsgrüße


Hiermit möchte ich erst einmal allen meinen Lesern einer frohes Weihnachtsfest wünschen! Feiert schön, laßt es euch gut gehen und genießt Sie die Zeit mit der Familie oder euren Liebsten im Kerzenschein. Ich werde mich jetzt gleich zur UTOC Hütte im Norden von Toronto aufmachen und ohne Storm und fließend Wasser vorm brennenden Holzfeuer in mitten des verschneiten Waldes mein kanadisches Weihnachtsfest verbringen. Kommt da etwa Neid auf? Dafür könnt Weihnachten im Kreise eurer Liebsten genießen! Außerdem soll es heute erstmal Regnen also mal sehen, wie es so wird...

Inzwischen ist mein Umzug auf einen neuen Server fast abgeschlossen. Auch das Blog findet sich ab jetzt hier: http://www.bjserver.de/kanada/. Bitte aktualisiert alle eure Bookmarks/Lesezeichen/Favoriten. Sorry für die Umstände, aber ich bin doch langsam an die Grenzen dessen gekommen, was über meinen Uni-Account möglich war. Dieser ist eigentlich auch nur für studiumsnahe Dinge gedacht.

Noch hat es keiner entdeckt, aber in der neunen Gallery kann man jetzt auch auch zu Fotos einen Kommentar abgeben. Also wenn euch mal ein Bild besonders gefällt (oder sonstige Tips/Hinweise habt) und ihr mir könnt ihr mir das gerne in einem Kommentar mitteilen. Dazu einfach entweder rechts in der Leiste auf "Kommentar hinzufügen" oder über dem Photo auf das Symbol mit dem Zettel und dem Stift klicken. Demnächst werde ich auch noch eine Bewertungsfunktion hinzufügen... Ich brauche nähmlich eure Hilfe! Bis zu vier Fotos darf ich bei einem Fotowettbewerb beim ISC einreichen. Ich kann mich nur nicht entscheiden, welche denn nun die Besten sind?! Naja bis Ende Februar dem Abgabetermin ist ja noch etwas Zeit... aber falls euch ein Bild für was besonderes haltet lasst es mich wissen!

Zum Abschluß noch ein nettes Gedicht in der Sprache, der ich in letzter Zeit immer wieder verfalle, Denglish:

A Christmas Poem


when the last kalender-sheets
flattern through the winter-streets
and dezemberwind is blowing,
then is everybody knowing
that it is not allzuweit:
she does come - the weihnachtszeit.

all the menschen, leute, people
flippen out of ihre warme stueble,
run to kaufhof, aldi, mess,
make konsum and business.
and the churchturmglocke rings.
kaufen this and jene dings.

manche holen sich a taennchen,
when this brennt they shout "attention"
rufen for the feuerwehr:
"please come quick to loeschen her!"
goes the taennchen of in rauch,
they are standing on the schlauch.

in the kitchen of the house
mother makes the christmasschmaus.
she is working, schufting, bakes
hit is now her yoghurtkeks.
and the opa says as tester:
"we are killed bis to silvester".
then he fills the last glas of wine -
yes, this is the Christmastime!

day by day does so verging,
and the holy night does come.
you can think, you dann remember,
this is immer in dezember.

then the childrenlein are coming
candle-wachs is abwaerts running.
bing of Crosby Christmas sings
while the towerglocke rings
and the angels look so fine -
well this is the weihnachtstime.

baby-eyes are big and rund
the family feels kerngesund
when unterm weihnachtsbaum are hocking
then nothing can them ever shocking.
they are so happy, are so fine -
this happens in the Christmastime.

the animals all in the house,
the hund, the katz, the bird, the mouse,
are turning round the weihnachtsstress,
enjoy this day as never nie,
well they find kitekat und chappi
in the geschenkkarton von pappi.

the family begins to sing
and wieder does a gloeckchen ring.
zum song vom gruenen tannenbaum
the traenen rennen down and down.
bis our mother ploetzlich flennt:
"the Christmas-gans im ofen brennt!"
her nose indeed is very fine -
ende of the weihnachtstime.

Author unbekannt

Weiter lesen...

Zurück zur Übersichtsseite...

If you don't speak German or if you want to have some fun:
Machine Translation to English | Français

Wednesday, December 21, 2005
Was war sonst so an dem Tag los:

I'm postcrossing

Postcrossing was ist das denn? Das ist ein Ableger von Bookcrossing und steht für Postcard Crossing Project. Es ist ganz einfach! Man regstriert sich auf der Internetseite von http://www.postcrossing.com/ und läßt sich von dort eine Adresse von einem wildfremden Menschen irgendwo auf der Welt geben. Dann sucht man sich einer hübsche Karte aus und schickte diese per Post (nein nich e-Mail, Schneckenpost!) an den anderen. Daraufhin ist man in der Datenbank drin und bekommt demnächst ebenfalls Post. Und so ziehe ich außer diesem blöden Haufen Werbung in letzter Zeit des öfteren eine nette Postkarte von irgendwo aus der Welt aus meinem Briefkasten. Inzwischen nehmen fast 9.000 Internetbenutzer aus 144 Länder daran teil. Sorgfältig hefte ich alle Karten an eine meiner weißen Wände.
Immerhin 8 Karten aus 5 Ländern habe ich schon bekommen. So hat man immer einen schönen Blick auf andere Ecken unserer Welt. Also wer mal wieder Post aus einem fremden Land bekommen möchte, schaut doch hier mal rein:
http://www.postcrossing.com/!

In der Gallery findet ihr alle Postkarten die ich bis jetzt bekommen habe!

Wer jetzt noch wissen will was Bookcrossing ist kann ja gleich auch noch hier reinschauen. Dabei läßt man Bücher die nur noch im Regal einstauben, aber eigentlich noch lesenswert sind, irgendwo liegen, wo sie hoffentlich jemand findet, den es interessieren könnte. Das Buch wird also quasi in die Freihalt entlassen. Davor bekommt es noch eine eindeutige BCID unter der es auf der Internetseite registriert ist. Andere Nutzer können sich auf Grund der hinterlegten Informationen dann auf die Jagd nach dem Buch machen. Der Finder darf es natürlich lesen, sollte aber auch mit einem Journaleintrag von seinem Fund berichten und es anschließend wieder an einem anderen Ort in die Freiheit entlassen. So kann es passieren, das Bücher im laufe der Zeit um die ganze Welt wandern. Und in einer Großstadt wie Toronto oder Berlin sind so über 100 Bücher zur Jagd freigegeben! Also wann habt ihr das letzte mal gelesen? Schaut euch doch mal um vlt. liegt auf der nächsten Parkbank ein freigelassendes Buch.

Weiter lesen...

Zurück zur Übersichtsseite...

If you don't speak German or if you want to have some fun:
Machine Translation to English | Français

Sunday, December 18, 2005
Was war sonst so an dem Tag los:

Saturday Night

Freitag hab endlich ich meine Projektarbeit "Boosting under Noise" in Machine Learning Theory abgegeben, so dass ich den Weihnachtsferien wieder einem Schritt näher bin. Freitagabend war ich erstmal wieder zur letzten Games Night des Jahres. Diesmal haben ich bei Fürsten von Florenz und Maharaja mit gespielt, zwei weitere spannenden Spielen. Außerdem wurde Puerto Rico und Modern Art gespielt. (Bzw. die englisch sprachigen Versionen der Spiele) Es bringt also immer mal wieder neue Spiele mit und ich freue mich schon aufs nächste Mal. Gestern hab ich mich dann erst mal unter das Saturday Night Treiben im Theatre District gemischt. Nachdem ich fast die ganze Woche nur in meiner Bude gehockt habe, wollte ich mal wieder raus.

Samstags ist hier immer der Teufel los und selbst bei Minustemperaturen stehen die Leute in langen Schlangen vor den Clubs. Das hab ich mir dann doch nicht angetan und bin stattdessen ins Paramount Famous Players IMAX Kino. Dies ist nicht nur das größte Multiplexkino im Stadtzentrum, sondern hat außerdem auch noch einen IMAX Kinosaal. Mit über 540m² haben sie da nach eigenen Angaben eine der größten Leinwände der Welt. Dort werden aber nicht nur Dokumentionen gespielt und so hab ich mir auf dieser Riesenleinwand den neuen Harry Potter angesehen. Ist schon was anderes als auf meinem kleiner 12" Laptopbildschirm. Anschließend bin ich noch ein wenig durch die Stadt spaziert, hab eine Weihnachtsmannversammlung getroffen und noch kurz im Rex, der Jazz-Bar in der ich meinen Geburtstag verbracht hatte, vorbei geschaut. Leider hab ich nur noch das letzte Lied mit bekommen, der Saxophonist schien wirklich gut zu sein. Jetzt hab ich wenigsten wieder ein aktuelles Programm und vlt.kann ich mich ja demnächst mal wieder durchringen.

Naja, hab ich mich halt weiter auf meinen Heimweg durch die weihnachtlich geschmückte Stadt gemacht. Es war inzwischen nach 2Uhr und alles war hellerleuchtet von den Schaufenstern schalten Weihnachtslieder und überhaupt hatte ich irgendwie das Gefühl auch Toronto eine Stadt ist, die niemals schläft. Ich möchte bloß nicht wissen was das für Stromkosten verursacht. Naja um halb drei hab ich dann noch kurz im Dominion, einem etwas besseren Supermarkt in der Nähe meiner Wohnung, vorbei geschaut. Der kleine Little Bee Supermarkt vor meiner Haustür macht immer schon um 23Uhr zu und außer ein paar Weihnachssternen gibt es da kaum Weihnachtsprodukte, da er von ein paar Asianten geführt wird. Also warum nicht mal mitten in der Nacht ein paar Zutaten für den 4.Advent holen? Dort gab es dann auch Lebkucken Allerlei Bag, Spekulatius Cookies und Christmas Stollen. Also alles was man als Deutsche so zu Weihnachten gewohnt ist. Damit war Weihnachte geretter! In diesem Sinne einen schönen 4.Advent und noch eine schöne Woche bis zum Heiligen Abend.

ps: Inzwischen hab ich auch alle fehlenden älteren Beiträge nach gereicht! Also wer sie noch nicht gelesen hat, unbedingt lesen: Powwow, Irgendwer fand meinen Sattel toll! und Christmas Tree Harvest

Weiter lesen...

Zurück zur Übersichtsseite...

If you don't speak German or if you want to have some fun:
Machine Translation to English | Français

Monday, December 12, 2005
Was war sonst so an dem Tag los:

First Term is over - Casablanca Night

Das war's! Das erste Semester ist rum und nur noch eine kleine Projektarbeit und ein Exam steht zwischen mir und den Ferien. Das ging jetzt aber doch schneller vorbei als erwartet hatte. Manche Mitstudenten, die nur für ein Semester hier sind, müssen sich demnächst schon wieder verabschieden.

Ja ich weiß, ich hab das posten hier in den letzten Wochen etwas vernachlässigt. Es ist aber nicht so, dass nichts los war. Ich bin einfach nur nicht dazu gekommen. Also ich werd einfach mal von hinten anfangen...
und dann in den nächsten Tagen Stück für Stück noch ein paar Beiträge nachreichen. Letzten Freitag war im ISC die letzte "Dinner Night" für dieses Jahr. Diesmal drehte sich alles um den Film Casablanca. Dieser 1942 gedrehte Film hat trotz seines Alters Kultstatus erreicht und bot ein interessantes Ambiente für den Abend. Im Film versuchen Flüchtligene aus ganz Europa über die Stadt Casablanca in Marokko einen Flug nach Portugal zu bekommen um von dort weiter nach Amerika fliehen zu können. Da Transit Tickets jedoch nur schwer zu bekommen sind stranden viele erstmal in "Rick's Café Américain".

Im ISC begann der Abend dann erst mal mit einer Weinverkostung und einem anschließenden Marokkoanischen Dinner mit Filmvorführung. Da im Hinterzimmer des Film-Café ständig gespielt wurde, wurde der Nachbarraum nach dem Dinner zu einem kleinen Casino. Bei Roulette und Black Jack konnte man sich hier Lose erspielen, um so später eventuell eine der Losnummern zu haben, die der Gastgeber im weißen Smoking zog und eine kostenlose Teilnahme an einem der beliebten ISC Trips ermöglichten. Ich hatte leider kein Glück, aber dafür habe ich auch für den ganzen Abend nichts gezahlt. Ich hatte mich einfach mal wieder als Volunteer angeboten und beim Räumen hier und da ein wenig mitgeholfen.

Anschließend wollten wir noch den Abend in einem nahen Pub schön ausklingen lassen und Karen verabschieden, die mit diesem Semester ihre Gradute School abgeschlossen hat und nun das ISC verlassen wird. Doch es war gar nicht so einfach mit einer Gruppe internationaler Studenten in einen Pub zukommen. Wenn man immer sagt, die Deutschen seinen bürokratischen, so sind doch die Kanadier in einigen Aspekten mindestens genau so, wenn nicht noch schlimmer. Ein kanadischer Führerschein, eine kanadische Krankassenkarte oder ein speziell vom Liquidstore ausgestellter Ausweis, sollte es schon sein, wenn man über aller bequem rein kommen will. Mit dem Deutschen Reisepass klappt es auch meistens, aber für gewöhnlich nehme ich diese nicht mehr täglich mit. Er passt einfach nicht ins Portemonnaie und die Gefahr in zu verlieren, ist mir einfach so zu groß. Aber einfacher normaler Ausweis mit vollem Namen, Geburtsdatum und Foto reichte ihnen einfach nicht, ich könne gerne bleibe nur trinken dürfe ich halt nichts. Wir wechselten den Pub. Das ganze geht so weit, dass selbst wenn das ISC bei solchen Veranstaltungen wie am Freitag Aklohol ausschenken will, eigentlich von allen die I.D.s kontrolliert werden müssten. Und dass obwohl Dermont, der Programmdirektor des ISC, ganz genau weiß, dass alle International Studenten an der UofT alt genug sind. Im zweiten Pub dem Uni nahen "ein-Stein" kamen wir schließlich mit Internationalem Studentenausweis und Deutschem Führerschein rein.

Am Ende wurde es noch ein lustiger Abend, wie die Fotos zeigen. Übriges, ich bin gerade dabei die Gallery auf einen neuen Server umzuziehen. Auch das wird sich in nächster Zeit Stück für Stück vollziehen. Solange sind die alten Bild sind natürlich weiterhin in der alten Gallerie zu finden. Doch ich hoffe auch diese Bilder mit der Zeit zu übernehmen um die neuen Möglichkeiten voll auszunutzen. Wer schon mal testen will oder nach den Bildern der letzten Wochen schmulen will kann ja schon mal auf dem neuen vorbeischauen.

Weiter lesen...

Zurück zur Übersichtsseite...

If you don't speak German or if you want to have some fun:
Machine Translation to English | Français

Saturday, December 03, 2005
Was war sonst so an dem Tag los:

Christmas Tree Harvest

Weihnachtsbäume holt man sich in Kanada natürlich nicht vom Markt. Es gibt noch nicht einmal spezielle Weihnachtsbaumverkäufe, wie sie sich in Deutschland zur Zeit bestimmt wieder an jeder zweiten Ecke finden. Einen echten Weihnachtsbaum schlägt man im Wald, oder eben auf einer Christmas Tree Farm. Nicht das ich einen Weihnachtsbaum in meiner kleinen Bude bräuchte, aber das ISC könnte schon einen gebrauchen und warum da raus nicht gleich einen ganzen Bustrip machen?
Vom Spaß beim Rosh Hashana Dinner und der Helloween Party angespornt habe ich mich dazuhinreißen lassen mich mal als Volunteer zu melden. Schließlich wäre ich ja eh mit gefahren, um zu erkunden wie die Schneeverhältnisse außerhalb der Stadt so sind. Womit ich jedoch nicht gerechnet hatte, war dass ich der einzige Volunteer sein würde. So traft ich mich eine halbe Stunde früher mit Karen vom ISC, bekam eine Klemmappe mit den Unterlagen und eine ISC-Mütze und hatte wenig später die Verantwortung über ein Bus voll mit über 40 Studenten. War alles natürlich halb so schwierig. Ich hatte ja schon an einigen Busausflügen teilgenommen und wusste, wie so etwas abläuft. Tickets kontrolliert, auf einer Liste Anwesenheit abgehaken und ab in den Schulbus. Die Fahrerin, eine nette vor 30 Jahren hierher ausgewanderte Französin, wusste zum Glück bescheid wo es lang ging.

Die Christmas Tree Farm war dann mehr oder weniger ein großes Feld auf dem wild gemischt verschiedene Nadelbäume in allen Größen standen. Wir sollten einen 10Fuß Spruce Tree mitbringen. Leichter gesagt als getan. Da fällt einem dann mal wieder auf das Englisch halt nicht meine Muttersprache ist. Immer wenn ich irgendwie in der Natur unterwegs bin, fehlt mir plötzlich das Vokabular. Da ist man so stolz darauf, dass man viele Bäume, Tiere und andere Pflanzen auf Deutsch benennen kann, und hier fühlt man sich plötzlich wie ein kleiner Junge der nicht mal weiß, was ein Spruce Tree ist. Eine kurze Nachfrage bei einer ebenfalls durch die Bäume streifenden Familie brachte schließlich Aufklärung. Spruce Tree sind die mit den spitzen kurzen Nadel und hängenden Zapfen, ah eine Fichte! Gleiche noch eine kleine Vokabelübung zwischen durch: Fir ist nicht die Fichte, sondern die Tanne. Pine ist eine Kiefer und Cedar ist die Zeder.

Nach etwa 1,5h herum suchen, haben wir uns schließlich auf einen Baum einigen können, ein kleines Weihnachtslied zu Einstimmung gesungen, ihn gefällt und zurück zum Bus gezogen. Dort gab es dann heiße Schokolade am Lagerfeuer, so daß sich alle wieder aufwärmen konnten. Anschließend ging es zurück ins ISC, denn dort stand am Nachmittag eine Decoration Party an.

Bei Weihnachtsgebäck und ein paar Weihnachtsfilmen, wurde der Baum aufgestellt mit allerlei Gebasteltem geschmückt und auch der Rest des ISC für die Adventszeit rausgeputzt. Ich selbst habe micht durch die Lichterketten gekämpft und nach allerlei aussortieren schließlich drei funktionierende Ketten zusammenstellen können. Gar nicht so einfach, ohne ein Meßgerät aus einer meterlangen Kette diejenigen Birnen auszusortieren, die nicht gehen. Mit einer Leiter bewaffnet habe ich dann die Front des Cumberland Hauses geschmückt und immer wenn ich nun dort vorbeikomme, erfreue ich des Ergebnisses meiner Arbeit.

Weiter lesen...

Zurück zur Übersichtsseite...

If you don't speak German or if you want to have some fun:
Machine Translation to English | Français

Thursday, December 01, 2005
Was war sonst so an dem Tag los:

Irgendwer fand meinen Sattel toll!


Tja, wie manche in den Fotos bereits entdeckt haben, wurde ich etwas unangenehm überrascht, als ich aus einer Vorlesung kam. Man hatte mich schon bei meiner Kauftour gewarnt, dass der Campus ein gefährliches Gelände für Fahrräder ist und Fahrraddiebstahl zu den meistgemeldetsten Verbrechen gehört.
Es sagt natürlich einiges zur Sicherheit in dieser Stadt aus, wenn das die schlimmsten Verbrechen sind (Für eine nordamerikanische Großstadt gilt Toronto als außergewöhnlich sicher und ich kann das bis jetzt eigentlich nur bestätigen, da ich mich, selbst wenn ich manchmal spät nach Hause kam, nie irgendwie unwohl fühlte.) Dennoch war ich einigermaßen geschockt, als ich am helllichten Tag nach nur zwei Stunden aus der Vorlesung kam und mein Fahrrad ohne Sattle vorfand. Ich musste ich mir klar machen, dass ich ihn nicht selber mitgenommen hatte, sondern jemand anderes ihn mindestens genauso toll fand wie ich. Auf Grund der Warnungen sichere ich mein Rad für gewöhnlich mit zwei Schlössern ab und hatte auch den Schnellverschluß am Sattel ausgetauscht. Doch das hilft nichts, wenn die Diebe mit Werkzeug anrücken. Nun war der Sattel weg und mit ihm auch die Sattelstange und die extra gekaufte Klemmschelle. Mir blieb nichts anderes aus übrig als mich stehend (kleines Fitnesstraining zwischen durch) zum nächsten Fahrradhändler zu machen. Dort wurde es dann einer einigermaßen teuerer Einkauf, denn auch ein neues Rücklicht war notwendig. Die Lampe hatte ich zwar abgenommen, nur fehlte mir jetzt die Halterung an der Sattelstange.

Alles in allem bin ich am Ende doch froh, dass es nur der Sattel war. Ich bin mit meinem Rad doch ganz zufrieden und fände es nicht nur finanziell schade, wenn es mir abhanden kommen würde. Jetzt muss ich mir nur noch was einfallen lassen, wie ich meinen Sattel zukünfig sichere, damit mir das nicht nochmal passiert.

Ein Foto vom neuen Sattel gibt es in der Gallery.

Weiter lesen...