Björn in Kanada

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Monday, January 30, 2006
Was war sonst so an dem Tag los:

Swim! Row! Go!

I've done it! Meinen ersten Triathlon. Naja zu dieser Jahreszeit ist es wohl eher eine Indoor Simulation eines echten Triathlons. So wurde dann auch im Becken geschwommen, auf Rudermaschinen gerudert statt geradelt und Runden in der Halle gelaufen. Eigentlich bin ich in den letzten Wochen gar nicht mehr so oft zum Training gekommen wir ich eigentlich wollte und so hab ich mit der Anmeldung auch bis zur letzten Minute gewartet. Aber als dann der Hilferuf kam, das die meisten anderen Uni's mehr Wettstreiter schicken als die UofT (der Veranstalter) konnte ich mich dann doch überwinden. Außerdem hatte ich mich eh schon entschieden als Volunteer beim Rundenzählen mit zu helfen.

Damit hieß es dann früh aufstehen und ab ins Athletic Center, dem großen Sportcentrum der Uni. Insgesamt waren 63 Teams angetreten. Diese sollten nun in 9 Waves durch 15min Schwimmen, 8min Rudern und 15min Laufen. Dazwischen jeweils 5min Transition-Time zum Umziehen, was trinken und zur nächsten Station kommen. Obwohl ich der einzige Brustschwimmer war, lief das Schwimmen ganz gut (775m in 15min). Irgendwie fühle ich mich gerade bei längeren Strecken mit Brustschwimmen wohler, außerdem hab ich dies halt als erstes gelernt. Hier lernen alle kraulen zu erst :-/. Naja, Rudern lief nicht ganz so doll. Ich hatte mich im Laufe der letzten Woche schon zweimal an diese Rudermaschinen gesetzt um ein Gefühl dafür zu bekommen. Ich rudert schließlich einen persönlichen Rekord von 1950m in 8min doch es reichte nur für einen vorletzten Platz in meiner Welle. Und ich war ganz schön aus der Puste und in den ersten Runde des Rennens wollten immer wieder meine Waden verkrampfen. Aber ich hielt tapfer durch und nach 5min hatte ich mich ans laufen gewöhnt. Zu einem Rekord reichte es nicht, aber mit 3000m, also einer Runde pro Minute, war ich trotzdem zufrieden. Insgesamt bekam ich 1709 Punkte und wäre in der Gesamtwertung irgendwie 32ter. Was eher zählt ist meine Gruppe Rookie Man (im Gegensatz zu Veteran Men). Dort wurde ich 5ter von 8 und bin damit mehr als zufrieden. Das wichtigste ist es hat Spaß gemacht und es gab danach reichlich kostenloses Obst, Pizza und Getränke!

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Sunday, January 22, 2006
Was war sonst so an dem Tag los:

Hart House Farm

Eigentlich wollte ich das Wochende ja skifahren in Blue Mountain. Leider sind nicht genügend Leute für ein zweites Auto zusammen gekommen. Bereut hab ich es am Ende nicht, denn kurzfristig habe ich noch von einem Ausflug zur Hart House Farm erfahren. Dies ist ein Gehöft etwas außerhalb das zum Hart House gehört und so machte ich machten wir uns mit zwei von diesen netten gelben Schulbussen am Samstagmorgen auf den Weg dorthin.Während ihr euch in Deutschland einen abfriert, ist es hier in Toronto relativ mild. Temperaturen über 6°C sind nichts ungewöhnliches die letzten Tage. Und so war das bißchen Schnee am Samstag morgen schon fast eine Überraschung. Etwas außerhalb der Großstadt, dort wo sich die Farm befindet war es noch etwas kälter und nach dem Regen am Freitagabend hattes in der Nacht überfrohren. Das ganze ging so schnell, das sich auf allen Bäumen und Pflanzen eine dicke Eisschicht gebildet hatte. Das glitzerte nicht nur in der Sonne, die den ganzen Tag schien, sonder klingelte und klapperte im Wind. Und so machten ich mich mit Inmar, Gad und Sebastian vom Gaming Club nach einem gutem Lunch zu einer Wanderung durch den vereisten Winterwald. Auf den Rückweg nutze ich noch die dort vorhandene Sauna. Diese hatten finnische Austauschstudenten dort aufgebaut und liegt direkt an einem vereisten kleinen Waldsee. Nach kurzem Bearbeiten mit der Axt war das die perfekte zum Abkühlen. Die anderen drei wollten zwar nicht, aber ich wollte es unbedingt mal ausprobieren und so schloß ich mich der lustigen Saunarunde an. So kalt fand ich das Wasser gar nicht. Nach der Sauna gab es noch ein nettes Dinner und dann ging es auch schon wieder zurück. In Toronto ist der Schnee inzwischen wieder weggeschmolzen und uns bleibt nur noch den schönen Sonnenschein zu genießen.

Mehr Fotos gibts wie immer in der Gallery, wäre schön, wenn ihr dort auch diejenigen bewerten könntet, welche euch besonders gefallen. (Einfach auf die Sterne unter dem Photo klicken: von 1 Stern, naja das ist ja langweilig, bis 5 Sterne, hey das sollte ausgestellt werden.)

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Saturday, January 21, 2006
Was war sonst so an dem Tag los:

Keyer für einen Wearable Computer

Das Semester geht los und die erste einfache Aufgabe für Steve Mann's Personal Cybernetics Kurs war es ein High-Bandwidth Human-Computer Interface welches bequem benutzt werden kann, während man die Strasse entlang läuft oder sich sonst irgend wie im Alltag bewegt. Mit Sensoren für Gehirnwellen, welche bequem im Halteband einer Brille untergebracht werden können, hat Mann schon experimentiert, aber als High-Bandwidth-Eingabegerät ist das (noch) nicht geeignet. Stattdessen baute ich einen einfachen Einhand-Akkord-Keyer.Mit je drei Tasten für Zeige-, Mittel-, Ring- und kleinen Finger sowie drei Modifikatortasten für den Daumen auf der Oberseite, sollte er eine guten Mittelweg zwischen der Anzahl der Tasten und der Ausdrucksweise geben. Eine serieller Anschluss aller Schalter ermöglicht außerdem das Drücken beliebig vieler Tasten gleichzeitig, so dass Akkorden weitere Bedeutungen zugeordnet werden konnten. Und so machte ich auf die Suche nach ensprechenden Bauteilen. Gar nicht so einfach in einer mir doch noch relativ unbekannten Stadt die entsprechenden Läden zu finden. Nach ein paar Tipps von Kommilitonen hatte ich schließlich alle Teile zusammen. Schließlich war das ganze dann eine gute Löt-Übung. Fünfzehn Schalter mussten erstmal verlötet werden. Nachdem ich alles das erste mal fertig gelötet hatte und testen wollte musste ich feststellen, dass die vier Beinchen der Schalter genau anderes herum funktierten als ich gedacht hatte. Ich hatte also alle Schalter überbrückt und konnte noch mal von vorn anfangen. Tja, nur so lernt man wohl, dass man seine Vermutungen auch überprüfen sollte. Ich hatte halt bloß beim einsetzen der Schalter kein Messgerät zur Hand. Ein paar Stunden später funktionierte es schließlich wie erwartet und ein Druckerkabel, welches ich mit Bananensteckern bestückt habe, stellte die Verbindungen zur Bluebox, einem von Mann entworfenden Wearable Computer her. Mit dem Design gewinne ich sicher keinen Preis, das verwendete Tape läßt es irgendwie militärisch aussehen, aber es ist funktional und leicht.

Freitag war dann große Evalutaion im Lab. Alle brachten ihre Keyer mit. Diese wurden an die Bluebox angeschlossen getestet und gegenseitig bewertet. War echt spanndend und unterhaltsam und jeder nahm ein paar Tips und Hinweise mit, was er noch verbessern könnte. Falls ihr mal sehen wollt, was sich die anderen so ausgedacht haben, es gibt eine Webseite mit den Ergebnissen und Fotos von allen Keyern. Auch ich hab ein paar Fotos gemacht. Das nächste Lab steht schon an und ich werde wohl versuchen, eine Bluebox in meinen Keyer einzubauen. Da ich eine einfache Batteriebox verwendet habe, ist diese innen hohl und bietet genügend Raum für allerlei Erweiterungen. Ich halte Euch über die weitere Entwicklung auf dem laufenden. Inzwischen bin ich schon gespannt auf Eure Kommentare!

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Friday, January 13, 2006
Was war sonst so an dem Tag los:

Das zweite Semester beginnt

Und schon ist das zweite Semester ran. Da ich inzwischen weiß, wie das alles abläuft, verlief alles etwas weinger chaotisch. Nicht desto trotz stehe ich vor einem kleinen Problem. Es gibt soviele tolle Kurse dieses Semester, dass ich mich nicht entscheiden kann. Momentan besuche ich erstmal vier, aber wenn ich dabei bleiben sollte, bekomme ich entweder gar keinen Schlaf mehr oder brauche einen zweiten Björn. Für diejenigen, die es interessiert, die mir ihre Meinung verraten wollen und für mich um meine Gedanken zu ordnen schreibe ich hier mal was ich bis jetzt so habe.Die Reihenfolge ist dabei unerheblich.

"Statistical Methods for Machine Learning and Data Mining" ist ein Kurs der nicht von dem Computer Science, sondern vom Statistic Department angeboten wird. Ich verspreche mir davon mehr Background warum und wieso bestimmte Lernverfahren funktionieren. Ich hatte schon einen allgemeinen Kurs zum Maschinellen Lernen und zum Datamining und einen zur Theorie dahinter und habe so eine Art Studienschwerpunkt in diesem Gebiet.

"Natural Language Computing" behandelt die Verarbeitung von natürlicher Sprache. Dazu gehören solche Sachen wie automatische Text Kategorisierung, intelligente Rechtschreibkontrolle, Sprecherkennung, automatiusche Übersetzung, Information Retrieval und vieles mehr. Alles Bereiche die ich ziemlich interressant finde und die bestimmt in der nahen Zukunft auch eine immer wichtigere Rolle spielen werden.

"Trends in Middleware Systems" ist etwas anderes und vorallem erstmal eine Vortragsreihe über Systeme und Entwicklungen im Bereich von Business Prozessen. D.h. hier geht es darum nähe auf die Buzzworte einzugehen die sich um die Software drehen, die den Geschäftsprozess einer Firma abwickelt. Dazu wurden allerlei externe Spreche (vorallem IBM) eingeladen und es wird auch Hands-On Workshops geben.

"Personal Cybernetics and Intelligent Imaging Systems" geht schließlich in eine ganz andere Richtung hier sollen Techniken und Möglichkeit des wearable Computing ausprobiert werden. Also Computer die man am Körper ständig mit sich umherträgt. Welche Eingabe- und Ausgabemöglichkeiten gibt es. Viel passiert hier im Lab, d.h. wir werden vieles selbst basteln und ausprobieren. Doch das verrückteste an diesem Kurs ist der Professor. Steve Mann ist einer der Vorreiter des Wearable Computing. Er hat schon in den 70er Jahren damit angefangen zu experimentieren, hat allerlei Patente in diesem Bereich und läuft schon jetzt ständig mit einer kleinen Kamera am Kopf und Tastatur in der Hand umher. Er hat so gar eine eigene Seite bei Wikipedia und ein Buch und einen Film über das Leben als Cyborg!



Also wie ihr seht ist die Entscheidung nicht leicht, doch bis spätestens 27. Janunar muss ich mich entschieden haben, und die Arbeit beginnt natürlich schon vorher. Weiterhin gehört zu fast jedem dieser Kurse ein Textbook im Wert von etwa 100$, das sich eigentlich jeder persönlich besorgen muss.

Außerdem hab ich noch ein Jobangebot vom ISC, als Studentischer Assistent einmal in der Woche abends am Empfang zu arbeiten. Ich finde ja nett, dass sie an mich gedacht habe, werde aber aus zeitlichen Gründen wohl absagen. Falls jemand eine Möglichkeit zur Zeitverdopplung hat her damit!

Bis bald, Björn

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Tuesday, January 10, 2006
Was war sonst so an dem Tag los:

New York Bericht

Ich bin wieder gut und sicher aus New York zurückgekommen. Hier nun endlich mein Bericht. Toronto ist nur ein paar hundert Kilometer entfernt, warum also nicht die Gelegenheit nutzen um mal in N.Y. vorbei zu schauen. Trotzallem hab ich mich für einen Flug entschieden (war nicht so viel teuerer und ich hatte zwei Tage mehr um die Metropole zu erkunden). Fast hätte ich jedoch meinen Flug verpasst. Ich hatte übers Web bereits eingecheckt, d.h. ich hatte meinen Boarding Pass bereits in der Hand. 30min vor dem Start um 7:20 sollte ich am Flughafen sein. Das Problem ist jedoch das es hier in Toronto keine bequeme Möglichkeit gibt herauszubekommen, wie lange man von A nach B mit den Öffentlichen braucht. Es gibt nur Fahrpläne die einem sagen, wann der Bus wo los fährt. Nagut irgendwie hatte ich herausgefunden, das ich der Bus 20-30min. braucht, ich also den um 6Uhr spätestens um 6:20Uhr an der entsprechenden Subway Station sein musste. Als ich jedoch (ausreichend pünktlich) an meiner Subway Station ankam, musste ich feststellen, das der erste Zug erst um 6Uhr fährt und der letzte Nachtbus schon um 5Uhr gefahren war. Ich also mitten in ein Loch gefallen war. Naja wenn die erste Subway pünktlich gekommen wäre hätte ich den 6:20Uhr Bus ja noch bekommen, kam sie aber nicht. Nach kurzer Überlegung hab ich dann ein Taxi statt dem Bus genommen und die Entscheidung war goldrichtig, denn anstatt einfach nur durch die Sicherheitskontrolle zu gehen und das Flugzeug zu besteigen, musste ich erst noch in die USA einreisen. Irgendwer hatte sich überlegt, das es für die Reisenden doch viel praktischer wäre schon auf dem Flughafen in Toronto die Grenzformalitäten zu erledigen. Und so dürfte ich zwei Formulare ausfüllen mich an eine lange Schlange anstellen, Fingerabdrücke und Foto abgeben und erreichte schließlich als einer der letzten mein Flugzeug. Gut das es keine weiteren Probleme gab, die mich aufgehalten haben und gut das ich nicht noch auf den nächsten Bus gewartet habe. Nach einem kurzen Flug war ich schließlich noch vor 9Uhr in New York.

Den Rest des Tages bin ich dann nur noch gelaufen, hab diese riesige Stadt auf mich wirken lassen und das New York Feeling in mich aufgesogen. Vorallem Lower Manhatten, also der südlichste Zipfel der Stadt, war mein erster Anlaufpunkt. Hier ist die City Hall, die Brooklyn Bridge, die Wall Street und Ground Zero, also das Areal des ehemaligen World Trade Centers. Es ist immer noch ein riesiges Loch mit allerlei Gedenkstätten drumherum. Es braucht schon eine Menge sich vor zustellen, wie es hier früher einmal aus sah und ich beschon gespannt, wie der neue Freedom Tower wird. 911 begegnet einem immer wieder überall in der Stadt und man merkt wie stark es die Stadt getroffen hat. Beeindruckt hat mich jedoch die St. Pauls Kappelle, die nicht nur das große Feuer von 1776 überlebt hat, sondern auch 911 dank ein großer Bäume, die ihr Leben zum Schutz der Kappelle eingesetzt hatten. Denn direkt hinter dem Friedhof beginnt Ground Zero. Nach Besuch eines kleinen Budda-Tempels und einem Museum zur Kunst der Indianer hab ich mich schließlich um 19Uhr dem aufkommenden Regen geschlagen gegeben und müde mich zurück zu meinem Hostel aufgemacht.

Eigentlich wollte ich zwischen Weihnachten und Neujahr kommen, doch da war es so gut wie unmöglich ein Quartier zu bekommmen und jetzt in der ersten Januerwoche hatte ich dafür genügend Auswahl. Ich hab mich schließlich für das Cheseal Center Hostel entschieden. Dieses von Heidi und Hanna zwei ehemaligen Deutschen betriebene kleine Hostel, war klein und gemütlich und hatte mit 33$ für eine Nacht im Schlafsaal mit Frühstücken einen günstigen Preis für New York. Es war so richtig zum wohlfühlen und ich genoss den Abend mit Leuten aus aller Welt.

Der Regen hörte nicht auf und so nutzte ich den nächsten Tag erst einmal zum Museumsbesuch. Das American Museum of Natural History, bot nicht nur allerlei Dioramas mit Tieren aus aller Welt und eine Fossilienaustellung zur Entwicklung von den Dinosaurieren bis zu den Säugetieren, sondern auch zur Geschichte und Geologie unseres Planeten und des Universums. Ich hätte den ganzen Tag, vlt. sogar die ganze Woche dort verbringen können, doch ich wollte ja noch mehr von New York sehen.

Und so machte ich mich nach Midtown auf. Dort finden sich neben Lower Manhatten die meistens Wolkenkratzer, obwohl eigentlich ist man fast überall von Hochhäusern umringt. Gleich neben der St. Patricks Cathedral befindet sich das Rockefeller Center mit dem Weltweit berühmten Weihnachtsbaum. Im Regen leider etwas trostlos, doch noch besser waren die Betreiber der Schlittschuhbahn davor, denn diese machten sich sogleich nachdem der Regen etwas nachgelassen hatten mit ihrer Eismaschine daran die riesige Pfütze die sich gebildet hatte herunter zu schieben. Ich weiß nicht wie lange sie es propiert haben, aber als ich nach einer Stunde das Gelände verließ, waren sie immernoch dabei und bald fing es auch wieder an zu regnen.

Ich machte kurzen Abstecher zur New York Public Libary, wo es eigentlich kostenloses Internet geben sollte. Auf Grund von Computerproblemen wurde daraus jedoch nicht, aber so entdeckte ich wenigsten dieses schöne Gebäude und die kostenloses Austellung der ältesten Bücher der Bibliothek. Den Abend verbrachte ich schließlich auf dem Times Square. Also das muss man wirklich gesehen haben. Allerlei Leuchtwerbung ist man ja inzwischen gewöhnt, aber dort ist man wirklich umringt, bis in die Nebenstraßen hinein. Dazwischen allerlei Broadway-Musical-Theater und andere Geschäfte. Es war schon kurz vor Mitternacht als ich mich schließlich nach allerlei shoppen und umherstreifen in die Subway setzte.

Nun muss man wissen, das die NY-Subway auf Geschindigkeit gebaut wurde. Man sollte innerhalb von 15min von Lower Manhatten nach Harlem kommen, schon damals eine Unmöglichkeit mit jedem oberirdischen Verkehrsmittel der überfüllten Stadt. Dazu haben die meisten Tunnel 4 Gleise und neben den Lokalen Linien gibt es oft noch eine Express-Linie die auf den inneren Gleisen fährt und nur an den großen Stationen hält. In so einer Expresslinie machte ich mich auf den Weg, etwas Müde verpasste ich jedoch den Ausstiegen (waren nur 2 Stationen) und auch an der nächsten Station bemerkte ich erst zu spät das ich schon viel zu weit war und an allen weiteren Stationen hielt der Zug nicht mehr an. Damit fand ich mich schließlich auf der Manhattenbridge über dem East River auf dem Weg nach Brooklyn wieder. Doch die Ansicht von dort gefiel mir so gut, dass ich mich entschloss zurück über die Brücke zu laufen. War um die Zeit bestimmt nicht ganz ungefährlich, wo hin soll man auf einer Brücke fliehen? Aber außer einem vereinzelten Betrunkenden bin ich keinem begegnet und habe ein paar schöne Fotos von der parrallel laufenden Brooklyn Brdige und Lower Manhatten gemacht. Als ich schließlich im Hostel ankam war es schon nach 2Uhr.

Am nächsten morgen strahlte die Sonne und blauer Himmel auf New York. Ich besuchte Grand Central Terminal, mit 44 Bahnsteigen der größte Bahnhof der Welt. Heutzutage wird er nur noch von Pendlerzügen benutzt, aber die riesige Haupthalle muss wohl jeder New York besucher gesehen haben. So ein schönes Lichtspiel wie auf dem Bild konnte ich alerdings nicht beobachten.

Anschliessend besuchte ich die Interpred, einem ehemaliger Flugzeugträger der jetzt als ein Museum für Luft- und Raumfahrt genutzt wird. Die Hafenanlagen von New York, einst der größte Hafen des Kontinents und wohl der Hauptgrund für das unglaublich Wachstum der Stadt, sind überings fast komplett abgebaut und alle Waren kommen über die wenigen Brücken und Tunnel auf LKWs nach Manhatten. Der Hochseehafen ist auf die andere Seite des Hudsen Rivers nach New Jersy umgezogen. Auf dem Träger konnte man allerlei Flugzeuge und Raumfähren besichtigen. Unter anderem haben sie dort eine der letzten Concords. Ist schon ganz schön eng so eine Concord.

Den Sonnenuntergang wollte ich schließlich von Dach des Empire States Buildings beobachten, denn morgen sollte das Wetter wieder schlechter werden. Tja, ich hatte zwar schon ein Ticket, aber das anstehen vor den Sicherheitskontrollen und den Fahrstühlen blieb mir nicht erspart und so brauchte ich über eine Stunde bis ich auf dem Aussichtsdeck war, die Sonne war schon lange weg und war dunkel. Die Sicht war trotzdem einmalig und trotz des kalten Windes genoss ich es.

Auf meine Rückweg spazierte ich durch einen kleinen Park, als ich plötzlich eine Ratte über den Weg rennen sah. Die erste Ratte hatte mich schon am ersten Tag begrüßt und bei all den Müllsäcken, die hier ständig überall rumliegen, bis die Müllleute sie einsammeln, ist es eigentlich auch kein Wunder. Doch hier fand ich immer mehr. Ich wollte eigentlich nur kurz ein Foto schießen, doch Stück für Stück bemerkte ich, des es hier nur so von Ratten wimmelten. Eine fand eine alten Bagel und schon bald einbrannte ein heißer Streit, wem dieser nun gehört. Etwas später wurde mir klar warum die Ratten diesen Park so liebten. Ein Mann kam mit einer Tüte alten Bagels (Reste von Star Bucks?) und verteilte sie im Park. Also die New Yorker sind echt verrückt, die füttern sogar ihre Ratten.

Überraschenderweise hielt sich das schöne Wetter auch noch am nächsten Tag und so entschloss ich mich, nach dem ich vor einem verschlossenem Guggenheim Museum stand, ein wenig durch den Central Park zu spazieren. Es gibt bestimmt bessere Jahreszeiten um durch diesen 4km langen zu erkunden. Im Sommer finden hier allerlei Konzert und Sportveransaltungen statt und für echten Winter fehlte der Schnee. Doch der Park bieten immer eine gute Möglichkeit um ein wenig vom Verkehr und der Hektig auszuspannen. Ein ausgeklügeltes System von Brücken und Wegen stellt dabei sicher, das sich Autos und Fußgänger so wenig wie möglich begegnen, was sonst in N.Y. wohl unmöglich ist. Anschließend macht ich mich auf den Weg zum MoMA (Museum of Moden Art). Viele der Bilder kannte ich zwar schon aus der Gastaustellung in Berlin, doch die 2004 neu eröffnete Sammlung bietet noch allerlei mehr und insbesondere die Media Austellung begeisterte mich.

Zum Abschluß dieses sonnigen Tages (und meines Besuches, schließlich ging am nächsten Tag schon wieder mein Flug) machte ich noch eine Rundfahrt mit einem Schiff um die Skyline mal vom Wasser zu sehen. Die Zeit war perfekt und wie hatten einen tollen Sonnenuntergang. Man kann Manhatten, den Big Apple des Jazz, nicht verlassen ohne in einem Jazz Club gewesen zu sein und so verbrauchte ich mit ein paar anderen den Abend in einer der vielen Jazz Bars der Stadt.

Mein Rückflug ging erst um 19:20Uhr und so hatte ich auch mir großzügiger Reserve noch eine Menge Zeit am letzten Tag. Ich entschloss mich Manhatten zu verlassen und einen weiteren der 5 Stadtteile von New York zu besichtigen Brookyln. Es gibt keinen besseren Weg sich Brooklyn zu nähern, als die Brooklyn Bridge. Diese über 1km lange 1883 (also noch vor dem Auto) erbaute Brücke ist die älteste Hängebrücke aus Stahl. Und ein echt beeidruckendes Bauwerk. Die Pylonen mit ihren Stahlenseilen geben einem den Eindruck man wäre in einer Kathedrale der Ingenieurskunst. In Brooklyn hab ich noch ein Subway Museum besucht und war anschließend ein wenig shoppen. Zu dieser Jahreszeit und auf Grund der Rabatte eine der Lieblingsbeschäftigungen der New Yorker und ihrer Besucher. Schließlich machte ich mich zurück zum Airport, checked mich mit Fingerabdrücken und Foto aus den USA aus und war um 22Uhr wieder in meinem kleinen Appartment in Toronto.

New York war schon echt beeindruckend. Alles ist einfach eine Dimension größer. Allein Manhatten ist mit über 21km Länge und 3km Breite viel zu groß um es in ein paar Tagen abzulaufen. Dazu die riesigen Wolkenkratzer überall in den verschiedensten architektonischen Stilen. Allerdings hat es auch viele Problem der Müll und die Ratten ist nur das eine auch die Armut läuft einem immer wieder über den Weg. In Toronto fühle ich mich doch wesentlich wohler. Die Lebensqualität hier ist doch irgendwie besser.

Ich hab doch tatsache über tausend Fotos gemacht, so dass sogar meine 1GB Speicherkarte am Ende voll war. Gut da waren eine Menge dreifacher und vierfacher Fotos vom gleichen Motiv in verschiedenen Einstellungen dabei und so konnte ich ein paar Fehlversuche noch unterwegs löschen und so Platz für noch mehr Bilder schaffen. Am Ende sind jetzt 143 Fotos in der Gallery gelandet... Sorry, ich hoffe das ist jetzt nicht zu viel, aber es war ja auch eine ganze Woche ständig neuer Eindrücke. Auch ein paar Panoramas sind dabei, also schaut mal rein und kommentiert und bewertet!

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Wednesday, January 04, 2006
Was war sonst so an dem Tag los:

New York


Die Zeit bis zum Anfang des neues Semesters habe ich erstmal genutzt und habe mich in den Flieger zum nur weniges hudert Kilometer entfernte New York gemacht. Ich wohne hier im kleinen gemuetlichen Chelsea Center Hostel. Die Stadt ist einfach riesig. Noch so viele Bilder aus dem TV und Reisefueher koennen einen nicht darauf vorbereiten, wie es hier wirklich ist. Allles ist einfach riesig. Bis Freitagnachmittag hab ich noch Zeit die wichtigsten Ziele abzuklappern...

Mehr wenn ich dann zurueck bin. Viele Gruesse, Bjoern!

Erste Fotos gibt es schon mal in der Gallery

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Sunday, January 01, 2006
Was war sonst so an dem Tag los:

Happy New Year


Ich wünsche allen meinen Lesern und Besuchern ein frohes, gesundes und erfolgreiches 2006! Ich war zu einer weiteren Pot Luck Party eingeladen und so hab ich Freitag erstmal einen leckeren Nudelsalat gezaubert. Hm, musste mir erstmal eine Schüssel kaufen sowas hatte ich bis jetzt gar nicht gebraucht und mein Topf war zu klein. Naja gut das man im Supermarkt neben an soetwas auch noch am später Abend bekommt. Um Mittags bin ich erstmal zu Gad und Inmar. Die sind zwar jüdisch und Neujahr hat deshalb nicht so die Bedeutung (Ihr Rosch ha-Schana Fest ist ja schon etwas her), aber ich war zu einem Spielenachmittag dort eingeladen! Neue Spiele ausprobieren, die über Weihnachten so eingetroffen sind. Abends ging es dann im Blue House von Aileen und Lucile weiter und es wurde eine tolle Party in ihrer kleinen Küsche. Um halb zwölf haben ich und ein paar weitere uns dann aber doch zum Nathan Philips Sq. am Rathuas aufgemacht. Den im Gegensatz zu Deutschland wird hier nicht mit Knallern und Böllern rum geworfen und wenn man aus dem Fenster sah hätte man schon fast denken können es wäre ein ganz normaler Abend. Als wir dann nach DownTown kamen waren aber plötzlich immer mehr Leute unterwegs und alle strömten auf diesen einen zentralen Platz zu. Dort waren dann auch tausende von Menschen und wenige Minuten nachdem wir da waren und 6 Stunden nach Deutschland waren auch wir in 2006 angekommen. Und es gab tatsächlich ein kleines Feuerwerk!

Happy New Year!

Erste Fotos gibt es in der Gallery!

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