Björn in Kanada

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Thursday, March 30, 2006
Was war sonst so an dem Tag los:

Falke in meinem Garten

Mann hört ja immer wieder das die Natur sich die Städte zurück erobert und einige Arten ihre ganz speziellen Nischen im Leben der Großstadt finden. Zu den Gewinnern zählen definitiv die Falken. So erinnere ich mich eine Dokumentation über Falken in New York gesehen zu haben. Als ein solch stolzes Tier jedoch plötzlich in meinem Hintergarten, also quasi vor meinem Fenster saß, war ich dann doch einigermaßen überascht und ein kleiner Schauer der Begeisterung lief über meinen Rücken.

Letzendlich sind die Wolkenkratzer und Brücken für die anpassungsfähigen Tiere nichts anderes als künstliche Klippen mit günstigen Nistmöglichkeiten. Sie jagen bevorzugt Stadttauben und die gibt es hier in Toronto zur genüge. Teilweise versucht man sie sogar gezielt anzusiedeln, um der Taubenplage Herr zu werden. In New York wurde dies jedoch nach wenigen Monaten eingestellt: Ein auf die Jagd von Tauben und Ratten dressierter Falke hatet einen kleinen Hund angegriffen. Ich will ja nicht wissen, wie Herrchen/Frauchen reagiert hat...

Ich war jedenfalls positiv überrascht und auch mein Falke hatte Erfolg, was genau er gefangen hat weiß ich nicht, aber er ließ sich über 30min genüßlich Zeit seine Beute zu verspeisen. Nach den ersten Schrecksekunden und stillem Beobachten wurde ich mutige und holte meine Kamera raus. Innerhalb weniger Minuten entstanden über 100 Bilder und ein paar kleine Filme. Eine kleine Auswahl gibt es in der Gallery.

Wenig später tauchte eines der zahlreichen schwarzen Hörnchen auf und beobachtete ganz gespannt, was denn da in seinem Revier vor sich geht. Schließlich wurde es mutiger und kletterte forsch den Zaun hinunter um den Eindringling zu vertreiben. Man muss dazu sagen, die Squirrels sind hier allgemein ziemlich mutig. Ich weiß nicht ob Squirrels auf dem Speiseplan von Falken stehen, aber schließlich hatte der Falke schon eine Beute und ließ sich so nicht beirren. Das unvorsichtige/übermütige Hörnchen nährte sich bis auf knapp einen Meter um sich dann doch eines besseren zu besinnen, auf sichere Entfernung zu flüchten und von dort die Lage zu beobachten.

Nachdem die Beute verspeist war ließ es sich noch kurz auf einem nahen Baum nieder und war wenige später verschwunden und ich konnte mich wieder an mein Assigment machen.

Offen bleibt nun:
Werden ich ihn wieder sehen? Genug Tauben gibt es vor meinem Haus. Irgendwer füttert die dort immer.

Und welche Art war das? Ich würde ja auf einen Wanderfalken tippen, aber vielleicht kennt sich da jemand besser aus...

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Monday, March 27, 2006
Was war sonst so an dem Tag los:

Sugaring Off

Ende März beginnt die Maple Syrup Ernte. Also eines der ersten Ereignisse des sich nährenden Frühling wird das natürlich als Event behandelt und so lud die Hart House Farm zum Sugaring Off, also dem Anstechen der Ahornbäume. Also ging es mal wieder in zwei gelben Schulbussen raus aus der Stadt. Dort draußen lag sogar noch etwas Schnee.

Maple/Ahorn Sirup ist hier so eine Art National Gericht. Das kommt nicht nur daher, dass das Maple leaf auf der kanadadischen Flagge ist. Die Kanadadier haben es auch gerne süß, zu den Pan Cakes am morgen darf er natürlich auf keinen Fall fehlen und wer ein richtiger Kanadier sein will trinkt ihn auch pur ;)

Noch vor wenigen Jahren wurden hunderte von Bäumen mit kleinen Eimern behangen und jeden Tag 2-3mal geleert. Ich zwischen wurde das durch ein Rohrsystem abgelöst. Das heißt alle Bäume sind jetzt vernetzt und langsam tropft der süße Saft in einen Tank. Ohne weitere Zutaten wird dieser dann studenlang gekocht, bis genung Wasser verdampft ist und der süße Sirup übrigbleibt. Eigentlich ganz einfach, aber trotzdem noch mit einer ganze Menge Arbeit verbunden und innerhalb 2-3 Wochen ist alles vorbei. Dann muss die Produktion bis zum nächsten Jahr reichen. wir dürften bei All-You-Can-Eat kräftig Pan-Cakes mit Maple Syrup probieren... lecker.

Außerdem sind wir noch ein bißchen rum gewandert und haben die letzten Reste des Winters genossen. Die Farm liegt ebenfalls in der nähe des Niagara-Escarpment und so kann man prima die Felsen und Höhlen dort erkunden. Außerdem muss mal wieder Jagd Saison sein, jedenfalls begeneten uns mehrere Hunden, die ständige hin und her rannten und am Ende scheinbar gar nicht mehr wussten, wie sie auf den Felsen gekommen waren.

Außerdem hab ich natürlich wieder die Sauna dort genossen. Auf dem See davor war so gar immernoch eine Zentimeter dicke Eisschicht. Ich hätte gedacht das wäre inzwischen abgetaut, aber egal ich bin es ja inzwischen gewöhnt. Ich hoffe das war jetzt aber das letzte Wintererlebnis. Der Frühling kann kommen!

Fotos gibt es wie immer in der Gallery.

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Friday, March 24, 2006
Was war sonst so an dem Tag los:

Digging Roots


Im Hart House gibt es regelmäßig kostenlose Konzerte. Ein paar mal hab ich ja schon darüber berichtet. Ich nutze das zwar nicht so oft wie ich vielleicht eigentlich sollte, denn meistens sind das immer super Gelegenheiten, doch letzt Woche hab ich es einfach mal wieder getan. Ein Freund hatte mich auf Digging Roots aufmerksam gemacht.

Digging Roots machen Contemporay Aboriginal Music. Nein, die kommen nicht aus Australien. Aboriginal ist das poltisch korrekte Word für Ureinwohner; in Amerika oft auch Indianer genannt. Also moderne Indianer Musik. Das ist dann eine Mischung aus "soulfoul lyrics, bluesy delivery und powerful writing". Also richtig angenehme Musik und genau das richtige für einen Abend im Hart House. Dazu kommen noch eingestreute Geschichten zu den Liedern, die die Texte dann gleich noch viel autentischer machen. Leider verursacht der Armour Room, eine Mischung aus Kantine, Cafe, Bar und Musikbühne momentan zu viele Kosten, so daß er künftig extern bewirtschaftet werden soll. Ich hoffe sie schaffen es die einmalige Stimmung dort trotzdem zu erhalten. Ach und das Essen dort war eigentlich bis jetzt auch das beste was ich auf dem Campus gefunden habe.

Ein paar mehr Fotos gibt es in der Gallery.


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Monday, March 20, 2006
Was war sonst so an dem Tag los:

UTOC Winter Weekend

Nachdem ich verschiedene Beschwereden bekommen habe, mein Blog würde verstauben und um weiteren Gerüchten vorzubeuegen habe ich mich endlich entschlossen ein paar Dinge nachzutragen. Es scheint ja Interesse zu geben, also verspreche ich Besserung.

Auch wenn der Schnee aus Toronto schon eine ganze Weile verschwunden ist, hatte ich eigentlich vor den Kanadischen Winter und die Möglichkeiten der UTOC Hütte im März noch einmal zu nutzen. Nur stellte sich heraus, dass gar kein Trip im März geplant war. Da ich festentschlossen war noch einmal Ski zu fahren nahm ich das kurzen Hand selbst in die Hand und organisierte einen Trip dort hin.
Dank der heutigen Kommunikationsmöglichkeiten ist das zum Glück nicht all zu schwierig. Eine E-Mail in die entsprechende Mailingliste, ob jemand interesse hat und schon hatte ich über 10 Leute zusammen. Fehlten nur noch entsprechende Transportmöglichkeiten. Die meisten Studenten haben gar kein eigenes Auto und Alumni gibt es wesentlich weniger als Studenten. Trotzdem bekommen wir es meistens einen entsprechend großen Car-Pool hin, ohne extra ein Auto anzumieten. Nach etwas hin- und her und über 70 eMails hatte ich schließlich 11 Teilnehmer und 3 Autos also mehr als ausreichend Platz.

Die günstigste Gegend um das Essen für solch ein Wochende einzukaufen ist definitiv Kensigton Market. Viele kleine Geschäfte bieten Fleisch, Wurst, Käse, Obst und Gemüse zu Preisen an, wie man sie sonst in der Stadt kaum findet. Habe ich schon erwähnt das Lebensmittel hier aus irgend einem Grund deutlich teuer sind als in Deutschland, na egal der Mensch braucht was zu futtern und so hat sich ein kleiner Teil der Gruppe schon etwas früher eben dort getroffen, um alles nötige einzukaufen. Gadi hat versprochen ein indisches Gemüse Gericht zu bereiten und ich hab für die nicht Vegitarier noch Hähnchenbrust besorgt.

Ganz sicher war ich mir der Schneeverhältnisse auf der Hütte ja nicht, schließlich hatten wir hier in Toronto schon ein paar warme Frühlingstage mit über 13°C. Aber je näher wir der Hütte kamen um so mehr Schnee türmte sich am Rand der Straße auf (Teilweise wurden Berge von über 3m am Straßenrand zusammengeschoben) und auf der Einfahrt zur Hütte musste wir erstmal zur Schneeschippe greifen und etwas schieben helfen, bis wir schließlich alle Autos von der Straße hatten. Es war zwar schon dunkel, aber im fast Vollmond wurde schnell klar es gibt genung Schnee zum Ski fahren.

Entsprechend schön war dann auch der nächste Tag bei milden Sonnenschein genossen wir es nocheinmal so richtig. Fast überall lag genung Schnee und ich war fast überrascht von den guten Bedingungen. Ab und zu hatte Wasser den Schnee weggespült, aber mist fand man am Rand noch einen schmalen Pfad um auch solche Stellen zu passieren. Ein wunderschönen Sonnenuntergang auf dem Rückweg schien der perfekte Abschluß des Tages zu sein.

Aber das beste kam erst noch. Gadi ein Mathematikstudent aus Isreal legte sich beim Dinner richtig ins Zeug. Ich würde euch ja gerne berichten, was genau er da gezaubert hat, aber weder kenne ich die Deutschen Begriffe für die Indischen Gemüse und Zutaten, die erbenutzt hat, noch kann ich mich an die Englischen erinnern. Auf jedenfall kam nach zwei Stunden gemeinsamen Koches das beste Essen raus, das ich in der UTOC Hütte je gegessen hatte.


Der nächste Tag war zwar nicht mehr ganz so sonnig aber trotzdem genoss ich den wahrscheinlich letzten Skiausflug des Winters und besonders die Lunchpause über den noch halb zu gefrohenden Fluss. Einmalig!

Also diese ganze Organisation hat sich auf jeden Fall gelohnt und ich kann nun ohne schlechtem Gewissen dem Frühling entgegen schaun. Vielen Dank nochmal an allen Helfen, alleine hätte ich das nie auf die Beine stellen können.

Mehr Fotos gibt es in der Galerie! Wie habt ihr so euren Winter verbracht? Seit ihr zum Wintersport gekommen? Berichtet doch auch mal kurz, dann ist das ganze hier auch weniger einseitig ;)

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Thursday, March 09, 2006
Was war sonst so an dem Tag los:

Kintaro walks Japan


Ich bin gerade bei Google-Video drauf gestoßen: Ein blonder Ami hat einen kleinen Film darüber gedreht, wie er zu Fuß Japan abgewandert ist. Die gesamte Länge 2000 Meilen von Süd nach Nord. Alles nur um ein Mädchen zu beeindrucken und den Geburtsort seines Vaters zu finden. Ein klein bißchen verrückt, aber ein sehr schöner Film. Also wenn gerade mal wieder nichts vernüftiges im Fernsehn kommt, schaut da mal rein und schreibt mir was ihr denkt. Da bekommt ich glatt Lust auf den Sommer. Endlich Zeit dieses große weite Land hier zu erkunden.

Hier das Video: http://video.google.com/
Die Homepage dazu: http://kintarowalksjapan.com/
Sein Bericht gibt es hier: http://buckswoodside.com/kintaro/

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