
Nachdem ich verschiedene Beschwereden bekommen habe, mein Blog würde verstauben und um weiteren Gerüchten vorzubeuegen habe ich mich endlich entschlossen ein paar Dinge nachzutragen. Es scheint ja Interesse zu geben, also verspreche ich Besserung.
Auch wenn der Schnee aus Toronto schon eine ganze Weile verschwunden ist, hatte ich eigentlich vor den Kanadischen Winter und die Möglichkeiten der UTOC Hütte im März noch einmal zu nutzen. Nur stellte sich heraus, dass gar kein Trip im März geplant war. Da ich festentschlossen war noch einmal Ski zu fahren nahm ich das kurzen Hand selbst in die Hand und organisierte einen Trip dort hin.
Dank der heutigen Kommunikationsmöglichkeiten ist das zum Glück nicht all zu schwierig. Eine E-Mail in die entsprechende Mailingliste, ob jemand interesse hat und schon hatte ich über 10 Leute zusammen. Fehlten nur noch entsprechende Transportmöglichkeiten. Die meisten Studenten haben gar kein eigenes Auto und Alumni gibt es wesentlich weniger als Studenten. Trotzdem bekommen wir es meistens einen entsprechend großen Car-Pool hin, ohne extra ein Auto anzumieten. Nach etwas hin- und her und über 70 eMails hatte ich schließlich 11 Teilnehmer und 3 Autos also mehr als ausreichend Platz.
Die günstigste Gegend um das Essen für solch ein Wochende einzukaufen ist definitiv Kensigton Market. Viele kleine Geschäfte bieten Fleisch, Wurst, Käse, Obst und Gemüse zu Preisen an, wie man sie sonst in der Stadt kaum findet. Habe ich schon erwähnt das Lebensmittel hier aus irgend einem Grund deutlich teuer sind als in Deutschland, na egal der Mensch braucht was zu futtern und so hat sich ein kleiner Teil der Gruppe schon etwas früher eben dort getroffen, um alles nötige einzukaufen. Gadi hat versprochen ein indisches Gemüse Gericht zu bereiten und ich hab für die nicht Vegitarier noch Hähnchenbrust besorgt.
Ganz sicher war ich mir der Schneeverhältnisse auf der Hütte ja nicht, schließlich hatten wir hier in Toronto schon ein paar warme Frühlingstage mit über 13°C. Aber je näher wir der Hütte kamen um so mehr Schnee türmte sich am Rand der Straße auf (Teilweise wurden Berge von über 3m am Straßenrand zusammengeschoben) und auf der Einfahrt zur Hütte musste wir erstmal zur Schneeschippe greifen und etwas schieben helfen, bis wir schließlich alle Autos von der Straße hatten. Es war zwar schon dunkel, aber im fast Vollmond wurde schnell klar es gibt genung Schnee zum Ski fahren.
Entsprechend schön war dann auch der nächste Tag bei milden Sonnenschein genossen wir es nocheinmal so richtig. Fast überall lag genung Schnee und ich war fast überrascht von den guten Bedingungen. Ab und zu hatte Wasser den Schnee weggespült, aber mist fand man am Rand noch einen schmalen Pfad um auch solche Stellen zu passieren. Ein wunderschönen Sonnenuntergang auf dem Rückweg schien der perfekte Abschluß des Tages zu sein.
Aber das beste kam erst noch. Gadi ein Mathematikstudent aus Isreal legte sich beim Dinner richtig ins Zeug. Ich würde euch ja gerne berichten, was genau er da gezaubert hat, aber weder kenne ich die Deutschen Begriffe für die Indischen Gemüse und Zutaten, die erbenutzt hat, noch kann ich mich an die Englischen erinnern. Auf jedenfall kam nach zwei Stunden gemeinsamen Koches das beste Essen raus, das ich in der UTOC Hütte je gegessen hatte.
Der nächste Tag war zwar nicht mehr ganz so sonnig aber trotzdem genoss ich den wahrscheinlich letzten Skiausflug des Winters und besonders die Lunchpause über den noch halb zu gefrohenden Fluss. Einmalig!
Also diese ganze Organisation hat sich auf jeden Fall gelohnt und ich kann nun ohne schlechtem Gewissen dem Frühling entgegen schaun. Vielen Dank nochmal an allen Helfen, alleine hätte ich das nie auf die Beine stellen können.
Mehr Fotos gibt es in der Galerie! Wie habt ihr so euren Winter verbracht? Seit ihr zum Wintersport gekommen? Berichtet doch auch mal kurz, dann ist das ganze hier auch weniger einseitig ;)
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